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Berlin (pressrelations) -
Notrufsystem fĂŒr gehörlose BĂŒrger in ganz Deutschland gefordert


Barrierefreie Notrufe schaffen

FĂŒr Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen gibt es nicht ĂŒberall in der Bundesrepublik ein Notrufsystem. Dazu erklĂ€rt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk:

"Die allen bekannte Notrufnummer 112 gibt es seit 1991 einheitlich in Europa. Trotz zahlreicher technologischer Neuerungen ist allerdings fĂŒr Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen dieser Notruf nicht flĂ€chendeckend verfĂŒgbar.

Wir fordern daher die BundeslÀnder auf, so rasch wie möglich ein bundesweit einheitliches Notrufsystem zu schaffen.

Sachsen, Brandenburg und Berlin können dabei als Vorbild dienen: Dort kann ein Notruf per SMS abgesetzt werden. Es stellt sich die Frage, warum der ‚barrierefreie Notruf‘ bisher in den anderen BundeslĂ€ndern nicht realisiert wurde. In Frankreich beispielsweise ist ein solcher ‚barrierefreier Notruf‘ seit September letzten Jahres vorhanden."

Hintergrund:
Wer hörbehindert ist und dringend polizeiliche Hilfe benötigt, weil er oder andere Personen in Not sind, kann in einzelnen BundeslÀndern eine SMS an seinen Mobilfunkbetreiber senden. Der Anbieter wandelt die SMS in ein Fax um, das dann an die zustÀndige Polizeidienststelle weitergeleitet wird.

Außerdem besteht die Möglichkeit, direkt ein Notruf-Fax zu versenden. Der Service ist ausschließlich fĂŒr Menschen mit Hörbehinderungen gedacht und sollte nur in dringenden NotfĂ€llen genutzt werden.


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